Wärmeverbund Bodensee-Therme: Großes Interesse bei Infoveranstaltung
Konstanz, 02. Juli 2026.
Der geplante Wärmeverbund im Gebiet rund um die Bodensee-Therme Konstanz sorgte bei der Infoveranstaltung im neuen Veranstaltungssaal des Nicolai Torkel trotz sommerlicher Temperaturen für großen Andrang. Expertinnen und Experten der Stadtwerke Konstanz erklärten das Projekt und die Technik hinter der Wärmeerzeugung aus Bodenseewasser und stellten die kalkulierten Preise für die regenerative Wärme und Hausanschlüsse vor. Neben Oberbürgermeister Uli Burchardt, der noch einmal die Wichtigkeit des Projekts betonte, waren auch Stadtwerke-Geschäftsführer Gordon Appel und Ingmar Kohl vom Projektpartner Iqony Energies GmbH dabei, die in einem Dialog den bisherigen Weg zum Verbund und die Besonderheiten aufzeigten. Es ging aber auch ins Detail: Welche Gebiete können mit einem Anschluss rechnen, wie viel wird die Kilowattstunde Wärme voraussichtlich kosten und wie genau funktioniert die Wärmeerzeugung aus Bodenseewasser? Diese und andere Fragen wurden thematisiert. Im Freien standen Mitarbeitende der Stadtwerke sowie der Iqony Energies GmbH für die Fragen der Teilnehmenden zur Verfügung. Anhand eines Exponats konnte man außerdem begutachten, wie eine Hausübergabestation in der Realität aussieht und funktioniert.
Für die weitere Planung sind nun die Interessensbekundungen der Bürgerinnen und Bürger entscheidend: Denn erst, wenn ausreichendes Interesse vorhanden ist, wird man final sagen können, welche Straßen tatsächlich erschlossen werden können. Dies ist möglich unter www.stadtwerke-konstanz.de/waerme-therme . Dort findet man auch alle wichtigen Informationen zum Wärmeverbund sowie die Präsentation der Info-Veranstaltung.
Zum Wärmeverbund Bodensee-Therme
Im Kerngebiet rund um die Bodensee-Therme entfallen etwa 80 Prozent des Wärmebedarfs auf die Therme, die Kliniken Schmieder und den Parkstift Rosenau der KWA. Das gesamte Gebiet hat einen Wärmebedarf von etwa 15 Gigawattstunden (GWh). Dies entspricht in etwa dem Wärmebedarf für Raumwärme und Warmwasser von etwa 1.000 Wohnungen beziehungsweise Einfamilienhäusern mit einer Wohnfläche von 100 Quadratmetern. Im bisher untersuchten Projektgebiet sollen neben den drei großen Ankerkunden rund 55 weitere Objekte mit regenerativer Wärme versorgt werden. Bei ausreichend Interesse könnte das Projektgebiet im weiteren Verlauf ausgedehnt werden (Erweiterungsgebiet). Bei positivem Verlauf der weiteren Projektphasen kann der Bau des Wärmeverbunds im Jahr 2028 beginnen. Er soll das Gebiet zum allergrößten Teil mit aus dem Bodensee gewonnener Umweltwärme (Seethermie) mit anschließender Temperaturerhöhung durch Großwärmepumpen regenerativ versorgen.
Zur Projektgesellschaft
An der Projektgesellschaft „Wärmeversorgung Bodensee-Therme GmbH“ sind die Stadtwerke Konstanz und die Iqony Energies GmbH mit jeweils 50 Prozent beteiligt. Die Wärmeversorgung Bodensee-Therme GmbH wird entsprechend eine unmittelbare 50-Prozent-Tochtergesellschaft der Stadtwerke Konstanz GmbH und somit eine mittelbare Beteiligung der Stadt Konstanz. Die Stadtwerke Konstanz werden als Unternehmen in städtischer Hand die zentralen Entscheidungen rund um die Wärmeverbünde gemeinsam mit der Iqony Energies GmbH treffen.





