Preise in den Konstanzer Bädern erhöhen sich zum 1. Juli 2024

Konstanz, 26. Juni 2024.

Der Eintritt in die Konstanzer Bäder kostet ab Montag, 1. Juli 2024, mehr. Hintergrund sind deutlich gestiegene Lohnkosten, welche nach einer Steigerung der Löhne ab dem 1. März 2024 aufgrund vereinbarter Regelungen im Manteltarifvertrag zum 1. Juli 2024 um weitere fünf Prozent ansteigen. Hinzu kommen unter anderem höhere Zulagen für Schichtarbeit. „Die Abschlüsse im Lohn- und Manteltarif spiegeln natürlich auch den in der Branche zunehmenden Fachkräftemangel wider“, erklärt Robert Grammelspacher, Geschäftsführer der Bädergesellschaft Konstanz. „Ein Blick auf die Entwicklung der Bädereintrittspreise andernorts zeigt, dass Konstanz kein Einzelfall ist“, sagt Grammelspacher.

Um ein steigendes Defizit der Konstanzer Bäder zu vermeiden, wurde eine umfassende Benchmark-Untersuchung durchgeführt, bei welcher die Kosten, Preis- und Angebotsstrukturen mit vergleichbaren Bädern verglichen wurden. Daraus ableitend ergeben sich verschiedene Sortimentsanpassungen.

Die Konstanzer Bäder haben mit der Bodensee-Therme mit Saunalandschaft und Freibad über das Schwaketenbad als Freizeitbad bis zu den Strandbädern ein breitgefächertes Angebot: „Während Thermalbad und Sauna der Ruhe und Entspannung der Gäste dienen sollen, ist das Schwaketenbad der Ort für Spiel, Sport und Spaß sowie Teil der Daseinsvorsorge,“ so Grammelspacher. Daseinsvorsorge bedeutet, dass das Angebot stärker bezuschusst wird, damit es von einer möglichst großen Anzahl an Gästen genutzt werden kann. So beträgt der Zuschuss pro Gast im Schwaketenbad bei Berücksichtigung aller Kosten rund 16,00 Euro. Die Ausgestaltung der Preiserhöhung berücksichtigt diese unterschiedlichen Zielsetzungen der Bäder. Dabei entfallen einige Tarife. Zudem soll eine gleichmäßigere Auslastung über die Wochentage hinweg erreicht werden.

 

Die Strandbäder Horn, Litzelstetten, Dingelsdorf und Wallhausen bleiben weiterhin ohne Eintritt zugänglich; im Rheinstrandbad bleiben die Preise in diesem Sommer unverändert.

Luftbild der Bodensee-Therme Konstanz
Foto: Björn Jansen

Bodensee-Therme Konstanz

Im Thermalbad erhöhen sich die Preise für Erwachsene und Ermäßigte um durchschnittlich fünf Prozent. Einen Sondertarif für Familien verschiedener Größe gibt es im Gegensatz zu anderen Thermen weiterhin, der bisherige Rabatt wird jedoch auf 10 Prozent gekürzt. „Für Familien steht in Konstanz das explizit als Familienbad konzipierte Schwaktenbad mit entsprechend sozial geprägter Preisstruktur zur Verfügung“, sagt Grammelspacher. In der Sauna steigen die Preise um rund acht Prozent.

Die mittlerweile in der Branche üblichen Aufpreise am Wochenende werden ebenfalls erhöht. Im Thermalbad erhöht sich der Aufpreis ab 1. Juli um 50 Cent, in der Sauna um einen Euro.

Weitere Änderungen sind die Abschaffung des bisherigen Abendtarifs im Thermalbad und in der Sauna. Im Thermalbad ist der 90-Minuten-Tarif während der Woche eine Alternative. Grammelspacher: „Wir möchten damit eine gleichmäßigere Verteilung der Badegäste über die Woche hinweg erreichen. Davon versprechen wir uns am Wochenende mehr Ruhe und Entschleunigung.“

Im Freibad der Therme erhöhen sich zum 1. Juli 2024 die Preise um etwa sechs Prozent.

Schwaketenbad

Die Preise für Erwachsene und Ermäßigte bleiben zum 1. Juli 2024 stabil. Dafür wird am Wochenende und an Feiertagen ein Aufpreis von einem Euro pro Person eingeführt. Der 90-Minuten-Tarif wird ab dem 1. Juli 2024 nur noch von Montag bis Freitag angeboten. Außerdem wird der bisher sehr hohe Familienrabatt von 25 Prozent auf 20 Prozent gesenkt.

„Kinder unter sechs Jahren sowie das dritte oder weitere Kinder einer Familie bezahlen bei uns weiterhin keinen Eintritt, was in der Branche eher unüblich ist. Wir bleiben damit unserem Konzept als Familienbad treu“, so Grammelspacher. Für Stammgäste bietet sich weiterhin der Bäderpass an, mit dem man das Bad jederzeit und ohne Aufpreis besuchen kann. Der Bäderpass kostet ab 1. Juli 2024 fünf Prozent mehr.

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