Bis August: Schwimmende Seminare auf MS „Überlingen“

Konstanz, 03. Juli 2024.

Bis 4. August finden sie wieder statt: die Schwimmenden Seminare auf den Schiffen der Bodensee-Schiffsbetriebe (BSB). Carina Dambacher von der Umweltakademie Baden-Württemberg schärft das Bewusstsein der Besucherinnen und Besucher an Bord des Motorschiffs (MS) „Überlingen“ immer jeweils freitagvormittags und sonntagnachmittags für ein gesundes Ökosystem Bodensee. Sie informiert über Tiere und Pflanzen, die Wasserqualität und ökologische Zusammenhänge des Bodenseeraumes. Dabei wird ein Bogen gespannt von den ökologischen Besonderheiten des Sees hin zum modernen Gewässerschutz im Lebensfeld von Mensch und Natur. So wird für Teilnehmende die Einordnung des aktuell hohen Wasserstandes und die Ausbreitung gebietsfremder Arten wie der Quaggamuschel leichter und fundierter möglich. Die Fahrgäste an Bord von MS „Überlingen“ sind kostenfrei eingeladen (es muss nur der reguläre Fahrpreis bezahlt werden), am Schwimmenden Seminar teilzunehmen. Das Projekt ist ein Kooperationsprojekt der Umweltakademie Baden-Württemberg, dem Institut für Seenforschung (ISF) der LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz sowie der Bodensee-Schiffsbetriebe GmbH.

 

 

Ein weißes Schiff vor der Imperia-Statue im Sonnenuntergang
Foto: BSB

„Für den Schutz des Sees sensibilisieren“

„Sinn und Zweck der Schwimmenden Seminare ist es, Besucherinnen und Besucher – sowie Anwohnerinnen und Anwohner gleichermaßen für den Schutz des Sees zu sensibilisieren“, erklärt Michael Eick, Leiter der Umweltakademie Baden-Württemberg, die Entstehungsgeschichte der „Schwimmenden Seminare“. „Passagiere erfahren auf dem Schiff, welchen Beitrag jede und jeder am und um den See leisten kann, um diesen als Ökosystem, als Erholungs- und Lebensraum oder als Trinkwasserspeicher zu erhalten und weiterhin zu schützen,“ so Eick weiter.

 

Der Bodensee gilt mittlerweile als internationales Musterbeispiel für die Sanierung von Seen. Mit großen Anstrengungen und hohem finanziellem Aufwand seitens des Landes, der Kommunen und der privaten Naturschutzverbände konnte die Wasserqualität immens verbessert und der Lebensraum gesichert werden. Der erreichte Standard lässt sich jedoch nur durch das ständige Engagement aller Beteiligten in Kommunen, wissenschaftlichen Institutionen, Verbänden und der Wirtschaft erhalten und nachhaltig weiterentwickeln.

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