Der CO2-Preis: Das sollte man wissen

Der Klimawandel verändert unsere Welt: Durch den Anstieg von Treibhausgasen erwärmt sich die Erde. Die globale Durchschnittstemperatur liegt heute bereits deutlich über dem vorindustriellen Niveau.

Illustration einer offenen Handfläche mit einer Pflanze und leuchtenden Glühbirne

Der Klimawandel verändert unseren Alltag

  • Extremwetter: häufiger Starkregen, Dürren und Überschwemmungen
  • Steigender Meeresspiegel: wachsende Risiken für Küsten und Inselregionen
  • Veränderte Landwirtschaft: Ernteausfälle, neue Anbaugebiete und höherer Bewässerungsbedarf
  • Veränderung der Ökosysteme: Arten verlieren Lebensräume und wandern in neue Regionen
  • Mehr Waldbrandrisiken: Hitze und Trockenheit begünstigen Brände
  • Wirtschaftliche Folgen: Schäden an Infrastruktur, Ernteverluste und steigende Anpassungskosten

Wir stehen auf weniger CO2 in Konstanz 

Der Klimawandel geht uns alle an. Deshalb unterstützen wir in Konstanz und der Region konkrete Maßnahmen, um Energieverbrauch und CO₂-Emissionen zu senken. Dazu gehören beispielsweise unsere unabhängige Energieberatung, der Ausbau dezentraler Wärmenetze mit erneuerbaren Energiequellen sowie Förderprogramme für den Photovoltaik-Ausbau.

Darüber hinaus investieren wir seit vielen Jahren gemeinsam mit unseren Kund*innen in die Energiewende vor Ort – etwa in Photovoltaik-Anlagen, den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektromobilität und Maßnahmen zur Energieeinsparung. 

Auch wenn wir als Energieversorger auf die Einführung und Höhe der gesetzlichen CO₂-Bepreisung keinen Einfluss haben, unterstützen wir das Ziel, CO₂-Emissionen im Wärme- und Verkehrssektor in Konstanz zu reduzieren und Energie effizienter einzusetzen.

Dabei ist uns wichtig: Klimaschutz soll nicht nur irgendwo stattfinden, sondern hier vor Ort. Mit unseren Angeboten und Investitionen wollen wir gemeinsam mit den Menschen in Konstanz und der Region konkrete Lösungen schaffen und die Energiewende lokal voranbringen.

Drei Personen sitzen an einem Tisch in einem Raum mit einer Pflanze und einem Gemälde an der Wand. Auf dem Tisch liegen Broschüren oder Flyer.

Energie sparen? Wir helfen!

Sie möchten Energie sparen, CO₂-Emissionen reduzieren und Ihr Gebäude fit für die Zukunft machen? Unsere Energieberatung unterstützt Sie unabhängig, persönlich und kompetent – von Wärmepumpe und Komfortwärme über Sanierung und Energieausweis bis hin zu passenden Förderprogrammen.

Für unsere Kund*innen ist die Energieberatung in fast allen Tarifen kostenlos. Wir beraten Sie telefonisch, im Energiewürfel oder direkt bei Ihnen vor Ort.

Zeit etwas zu verändern

Um den Klimawandel unter Kontrolle zu bekommen, hat Deutschland sich im Bundes-Klimaschutzgesetz das Ziel gesetzt, seine Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 65 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Bis 2040 sollen die Emissionen um mindestens 88 Prozent sinken. Bis 2045 soll Deutschland Netto-Treibhausgasneutralität erreichen.

Um diese Ziele zu erreichen, setzt die Bundesregierung auf verschiedene Maßnahmen in Bereichen wie Energie, Verkehr, Gebäude, Industrie und Landwirtschaft. Dazu gehört auch der CO₂-Preis, der häufig als CO₂-Abgabe oder CO₂-Steuer bezeichnet wird.

In Deutschland gibt es den nationalen CO₂-Preis seit dem 1. Januar 2021. Er wird auf die Emissionen aus der Verbrennung fossiler Brenn- und Kraftstoffe erhoben – beispielsweise bei Erdgas, Heizöl, Benzin und Diesel. Der CO₂-Preis soll fossile Energieträger verteuern und dadurch Anreize schaffen, Energie einzusparen und auf Alternativen mit geringerem CO2-Ausstoß umzusteigen.

Mitarbeiter der Stadtwerke Konstanz zeigt auf einem Tablet die Zusammensetzung des Strompreises.
Bild: Stadtwerke Konstanz

Die Gründe für den CO2-Preis

Die Einnahmen aus dem CO₂-Preis und dem Emissionshandel fließen in den Bundeshaushalt und den Klima- und Transformationsfonds (KTF). Sie werden unter anderem genutzt, um Maßnahmen für den Klimaschutz und die Energiewende zu finanzieren – beispielsweise den Ausbau erneuerbarer Energien, die energetische Sanierung von Gebäuden und klimafreundliche Mobilität.

Erneuerbare Energien wie Photovoltaik nutzen natürliche Energiequellen wie Sonnenlicht. Sie können dazu beitragen, fossile Energieträger zu ersetzen und Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Bei der Stromerzeugung aus Photovoltaik entstehen im Betrieb keine direkten CO₂-Emissionen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Dazu gehören beispielsweise Maßnahmen zum Schutz vor Hitze, Dürre, Starkregen und anderen Klimafolgen. Der KTF unterstützt auch den sogenannten natürlichen Klimaschutz, etwa durch Maßnahmen zum Schutz und zur Wiederherstellung von Ökosystemen.

Wie funktioniert die Bepreisung?

Fossile Energieträger wie Erdgas, Heizöl, Benzin und Diesel verursachen bei ihrer Verbrennung Treibhausgasemissionen. Der CO₂-Preis setzt genau hier an: Je mehr CO₂ bei der Nutzung eines Brennstoffs entsteht, desto höher sind die damit verbundenen Kosten.

Unternehmen, die diese Brennstoffe erstmals in Deutschland in Verkehr bringen, müssen dafür Emissionszertifikate erwerben. Bei Erdgas betrifft dies beispielsweise den jeweiligen Gaslieferanten.

Der CO₂-Preis wurde zunächst schrittweise angehoben. 2025 lag er bei 55 Euro pro Tonne CO₂. Seit 2026 gilt ein Preiskorridor zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne. Der konkrete Preis innerhalb dieses Korridors wird über den Verkauf der Zertifikate bestimmt.

Für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet das: Fossile Energieträger werden durch den CO₂-Preis teurer. Wie hoch die tatsächlichen Mehrkosten ausfallen, hängt vom jeweiligen Energieträger und dessen CO₂-Emissionen ab.

Wichtig: Energieversorger können den CO₂-Preis nicht selbst festlegen oder darauf verzichten. Er ist gesetzlich vorgegeben. Die Kosten werden von den verpflichteten Unternehmen abgeführt und sind kein zusätzlicher Gewinn des Energieversorgers. Der CO₂-Preis soll einen finanziellen Anreiz schaffen, fossile Energieträger einzusparen und auf klimafreundlichere Alternativen umzusteigen.