Bauarbeiten am Umspannwerk Weiherhof gehen voran

Konstanz, 15. März 2024.

Am Stadtwerke-Gelände wird in diesen Tagen fleißig gebaut: Hier entsteht das neue Umspannwerk Weiherhof, in Nachbarschaft zum neuen Fernbusbahnhof. Notwendig wird der Neubau, weil das bisherige Umspannwerk nach fast 60 Jahren am Ende der betrieblichen Lebensdauer angelangt ist. Gleichzeitig benötigt das Konstanzer Stromnetz im Rahmen der Wärme- und Mobilitätswende aber auch stärkere Kapazitäten. Denn Solarenergie, Wärmepumpen, Elektrofahrzeuge und Wärmenetze sind wichtige Bausteine, um Konstanz weitestgehend treibhausgasneutral werden zu lassen. Gemeinsam haben sie, dass sie ein starkes Stromnetz als Grundlage benötigen – der Gesamtleistungsbedarf in Konstanz wird sich, je nach Szenario, bis zum Jahr 2035 beziehungsweise 2045 mit dann circa 150 Megawatt (MW) fast verdreifachen. Dazu ist ein deutlicher Ausbau der Netzkapazitäten notwendig. Dieser zusätzliche Bedarf ist in den Neubauplanungen berücksichtigt, denn: „Das neue Umspannwerk wird mit zwei Trafos im Endausbau leistungsfähiger sein als das alte. Das bestehende Gebäude kann leider nicht den Bedürfnissen entsprechend umgebaut werden– deshalb muss zunächst ein neues Gebäude entstehen“, erklärt Michael Müller, Geschäftsbereichsleiter Energienetze und Mitglied der Geschäftsleitung bei den Stadtwerken Konstanz. Angesetzt ist eine Bauzeit bis etwa Ende 2025. Im zweiten Halbjahr 2026 soll das Umspannwerk in Betrieb gehen.

 

Zwei Männer mit Helmen stehen mit einem Bauplan vor einem Bagger in einer Baugrube
Sie inspizieren den Fortschritt der Baustelle: Projektleiter Johannes Gärtner (rechts) und Michael Müller, Geschäftsbereichsleiter Energienetze und Mitglied der Geschäftsleitung bei den Stadtwerken Konstanz.

 

Hintergrund: Ausbau der Netzkapazitäten

Mehr Elektrofahrzeuge fordern entsprechende Lademöglichkeiten und Energiemengen. Auch die Wärmeversorgung über Wärmepumpen bringt neue Lasten auf das Netz. Gleichzeitig sollen die Stromnetze aber auch die zunehmenden dezentralen Stromeinspeisungen über Photovoltaikanlagen aufnehmen und transportieren können. Deshalb müssen die Netze in den kommenden Jahren ertüchtigt und erweitert werden. Es wird beispielsweise ein weiteres Umspannwerk im Bereich Wollmatingen benötigt, das künftig das Neubaugebiet Hafner und die Vororte versorgen muss. Alle bestehenden Umspannwerke müssen mittelfristig außerdem bei den Transformatoren hochgerüstet werden. Intensiverer Arbeiten wird es auch bei den Netzen Richtung Vororte und im Niederspannungsbereich bedürfen. Die Investitionen in die Ertüchtigung der Stromnetze werden nach heutiger Einschätzung zwischen 120 und 150 Millionen Euro betragen.

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